In die Sonne, in die Ferne

In die Sonne in die Ferne, Buch Nationale 7Das Buch zur Nationale 7 ist erschienen im Verlagshaus Römerweg, Corso Verlag. Unterwegs auf der französischen Traumstraße N7 von Paris nach Menton. Ein französischer Roadmovie. Die Route Nationale 7 oder die Straße der Sehnsucht im Opel Kapitän erleben.         http://www.verlagshaus-roemerweg.de/Corso_Verlag/Michael_O._R._Kroeher-Wolfgang_Groeger-Meier-In_die_Sonne_in_die_Ferne-EAN:9783737407120.html

Adieu la cote et a bientot!

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Abschied von Südfrankreich, der Cote d’Azur und der Route Nationale 7, unserer „Straße der Sehnsucht“ ans Mittelmeer.

Hotel.1_2339Die letzten Tage haben wir in der „Villa St. Hubert“ verbracht, einem jüngst renovierten und sehr charmant-familiär geführten Stadthotel in Nizza.

Hotel.2_2317Die Oleanderbäume wachsen hier bis an die Balkonbrüstung im ersten Stock. Wer solche und ähnliche Hotels sucht, Reiseempfehlungen für Frankreich zu schätzen weiß: http://www.atout-france.fr Merci an alle dort!   Adieu la cote, adieu Provence! Nun geht es heim, an die Schreibtische und die Rechner.

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Das Buch über unsere „Straße der Sehnsucht ans Mittelmeer“ wird im März 2015 im Hamburger Corso-Verlag erscheinen.

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Eze- Menton: Fermez les yeux, écoutez la route

EZE7362 Eze ist eines der typischen südfranzösischen Dörfchen, das auf einen viel zu kleinen Bergrücken geklebt scheint. Winzige Gässchen, zum Glück gesperrt für motorisierten Verkehr, verwinkelte Treppen, ein Lädchen neben dem anderen, das Kunsthandwerk, Batiktücher, Lavendelblüten und Souvenirs anbietet. Früher hätten wir wohl „Touri-Nepp“ gesagt und die Nase gerümpft. Heute freuen wir uns, dass wir hier in der warmen Septembersonne bummeln dürfen, und genießen die einmalige Aussicht über die Buchten der Riviera. Zum Glück sind wir früh morgens in Eze, kurz nach dem Fotoshooting im ersten Morgenlicht von gegenüber.

EZE1737Wenig später füllt sich der Parkplatz vorm Ortseingang, mehrere Busladungen aus aller Herren Länder quetschen sich gleichzeitig zwischen den alten Mauern.

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DSCF1767Die Route Nationale 7 macht einen Bogen um Monaco.

CH9Q7399So gelingt ein Blick von oben auf diese platzsparende Massenhaltung für Steuerflüchtlinge, auf das lärmende Gedränge am Hafen, am Casino.

CH9Q7491Am Ende unserer „Straße der Sehnsucht“ liegt Menton, ein mondäner Badeort wie zuvor schon Cannes, Antibes oder Juan-les Pins. Doch die Atmosphäre, der Baustil in Menton ist noch italienischer, nicht zu unterscheiden von einem der ligurischen Reiseziele auf der anderen Seite der Grenze.

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Blick auf das Ende der Route Nationale 7 – oder auf ihren Anfang, wie man’s betrachtet. Von hier bis zum Startpunkt vor der Cathédrale Notre Dame in Paris sind es rund 1000 Kilometer. Eine phantastische Reise!

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shine a light on you

DSCF2533 Wallfahrt zu einer der wichtigsten Stätten in der Geschichte der Rockmusik: Im Keller der kurzfristig angemieteten Villa Nellcote am Ostufer der Bucht von Villefranche, seinem Lebensmittelpunkt im Sommer 1971, nahm Keith Richards mit seinen gelegentlich anwesenden Bandkollegen die wichtigsten Songs des wichtigsten Stones-Albums „Exile on Mainstreet“ auf. Heute gehört das Anwesen angeblich einem Russen, der keinerlei Beziehung weder zu Keith Richards noch zur übrigen Rockmusik hat.

DSCF2574Die Stiftung Maeght in St. Paul de Vence bietet das ideale Kontrastprogramm zur eng bebauten und getakteten Riviera: Eine ebenso geschmackvollle wie großzügige Auswahl aus einer sehr persönlichen Kunstsammlung in eigens entworfenen und errichteten Ausstellungsgebäuden, erbaut in einer parkähnlichen Anlage unter großen Pinien.

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DSCF2601Viel Gemaltes von Miro und del Re, ein paar Kleinskulpturen und das obligatorische Groß-Mobile von Calder, aber am meisten: plastische Figuren von Giacometti. Nach einem hektischen Tag auf den Straßen der Cote d’Azur genießen wir die großartige (oftmals auch großformatige) Kunst.

DSCF2643Muße, wie sie (fast ) nur in Südfrankreich erlebbar ist: Trotz all des Touristenrummels im Künstlerdorf St. Paul de Vence treffen sich die Boule-Spieler zum Feierabend auf einem der öffentlichen –Spielplätze und tragen unter den Augen des teils sachkundig kommentierenden, teils still bis neugierig staunenden Publikums eine Boule-Partie nach der nächsten aus.

DSCF2677Amerikanische Touristen wollen ein großes Ölgemälde vom Fleck weg erstehen, da räumen die beiden Künstler Gui Bang (l.) & ML Lessin schon mal ihre Werke vor ihr Atelier in St. Paul de Vence, damit die Kundschaft die Farbakzente im natürlichen Licht begutachten kann.

N7.Nice.2995Nizza, die mit Abstand größte Stadt an der Cote d’Azur, hat sich in den vergangenen Jahren gründlich gewandelt – großteils zum besseren.

DSCF2359Die riesige Place Masséna mitten in der Altstadt ist tagsüber aufgeräumt und grün und belebt und imposant.

DSCF2330Abends unterhalten unzählige Gaukler, Musiker, Artisten die vielen tausend Touristen, die hier sich von hier aus in die engen Gassen der Altstadt verteilen. Dort herrscht Gedränge bis weit nach Mitternacht.

DSCF2727Am Strand ist es nachts oft so warm, dass dort eine Party neben der anderen steigt – mit Blick aufs Cap d´Antibes.

Fréjus – Nice oder der Süden wirkt!

DSCF0445Morgenstimmung in La Napoule am Ostrand des Esterel-Gebirges. Und hier ein paar Stunden später, der Wind hat inzwischen kräftig aufgefrischt.

DSCF2161Das Rot des Porphyrgesteins harmoniert mit den Farbtönen der immergrünen Hartlaubwälder und der Pinienhaine, mit dem Himmelsblau und dem Ultramarin des Meeres, das aus gutem Grund Cote d’Azur heißt.

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DSCF2179Die Fassade des Hotels Carlton in Cannes, sauber und kleinteilig gegliedert.

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DSCF2191Auf der anderen Straßenseite dann der Hotelstrand, sorgsam beschattet, und der hoteleigene Badesteg. So bleiben die Gäste unter sich. Neben den Palmen und Pinien der Croisette bummeln heute Engländer, Deutsche, Franzosen, Belgier, Holländer, Schweizer und Russen über die Promenade.

DSCF2201Und immer mehr Chinesen, oft mit der ganzen Familie. Und mit großen Sonnenbrillen.

DSCF2236Auf dem öffentlichen Strand am Ostenende der Croisette treffen sich die Kitesurfer. Harte Kerle unter sich, viele über 50 Jahre alt. Heute, erklären sie uns, ist der erste Tag mit Ostwind, der stetiger weht als die übliche Brise aus West. Zudem viel kräftiger. Ein nahezu unwiderstehliches Angebot. Wer hier und heute kitesurft, der macht das nicht, um Eindruck zu schinden bei den Mädels, sondern allein für sich. Um des reinen Sportes willen. Und vielleicht auch ein bisschen für die Anerkennung der Kumpels, die vom Strand aus sofort erkennen, wer schneller ist, wer weitere und raffiniertere Sprünge wagt, wer müheloser navigiert als die anderen.

DSCF2264Im Hafen von Antibes liegen die ganz großen Yachten, hier die „Phoenix 2“, die angeblich einem polnischen Dollar-Milliardär gehört. Die Einheimischen Angler lassen sich allerdings nichtmal von der bemerkenswerten Gallionsfigur beeindrucken.

DSCF2278Antibes’ Antwort auf die Freiheitsstatue von New York: „Der Nomade“ von Jaume Plensa, eine ebenfalls begehbare Figur auf einer Bastion am Hafen. Errichtet wurde sie 2010 und ist, ihrer Epoche entsprechend, nicht ganz so eindeutig und pathetisch wie die große Bronzedame in der Verrazano Bay. Eher offen. Und nachdenklich.

DSCF2289Auch das ist die Riviera, nach wie vor malerisch bis zur Idylle – und sympathischer denn je: einkleiner Fischerhafen an der Nordseite der Halbinsel Cap d´Antibes.

DSCF2298Blick vom Leuchtturm des Cap d´Antibes nach Norden und Osten: vorn Antibes, hinten dann Nizza. Dort übernachten wir heute – und berichten dann morgen aus der Altstadt.

la Cote d´Azur

DSCF1948„La Mer ……. le long des golfes clairs…..“ so schärmte einst Charles Trenèt, der große, gefühlige Chansonnier in seinem wohl berühmtesten Lied, der auch quasi den Titelsong für unser Projekt über die Route Nationale 7 beigesteuert hat (s. u.a. https://nationale7.me/historie_routenationale7). Nun sind wir endlich am Mittelmeer angelangt – in Fréjus/St. Raphaèl.

DSCF1906Hier herrscht noch immer Badebetrieb und auch wir freuen uns über das klare, frische Wasser in den Buchten der Cote d’Azur.

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DSCF1972Fréjus ist zwar eine römische Gründung – außerhalb der Innenstadt finden sich noch große antike Ruinen – im Stadtkern jedoch ein französisches Städtchen, das sich seinen typischen Charme erhalten hat: In den schmalen Gässchen reiht sich ein kleiner Laden an den nächsten, im Schatten der Platanen servieren die Wirte Pastis.

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DSCF2019Die Märkte hier am Mittelmeer bieten ein anderes, ein südlicheres Sortiment: Verschiedene Tomatensorten, Kaktusfrüchte, und eine Menge frisches Obst.

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DSCF1888Auf dem Trödelmarkt im Ortskern von St. Raphaèl, dem Nachbarort von Fréjus, kann man auch Muscheln und Seesterne kaufen.

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Endlich im Süden!

DSCF0245Weinlese bei Chateauneuf du Pape: Die weißen Trauben, die nur einen kleinen der Anbaufläche ausmachen, sind großteils geerntet, nun kommen die roten an die Reihe.

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DSCF1526Die edlen Lagen nahe dem Dorf werden fast alle von Hand gelesen.

DSCF1687Abendstimmung auf den breiten Boulevards von Aix-en-Provence: die Stadt ist jung, dank der vielen Studenten, und auf dem Cours Mirabeau reihen sich die Restaurants, Cafés, Brasserien aneinander. Auch jetzt, im September, nimmt man das Diner im Freien ein.

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